Gefahr aus der Pfanne

Flugzeuge stürzen ab, die Erde tut sich auf, Vulkane brechen aus.
Das Leben an sich ist gefährlich.
Über den spektakulären Katastrophen vergißt man zu leicht die Statistik:
Die meisten Unfälle passieren im Haushalt.
Das mußte dieser Tage wieder mal ein junges Paar aus Lahr leidvoll erfahren.
Es ist eine schmerzliche, jedoch verbürgte Geschichte,
die wir unseren Lesern schon allein deshalb weitererzählen müssen,
weil sowas schließlich jedem passieren kann,
wenn er nur gerne Pfannkuchen ist.

Er kocht.
Pfannkuchen, wie man es kennt von den Herren am Herd:
Die heiße Pfanne in der Rechten, lässig bereit zum Wendemanöver in der Luft,
die Linke auf der Schulter der Partnerin.
Sie kocht nicht, sie kniet und macht ihm Freude wie einst Monica ihrem Bill.
Eine erotische Küchen-Idylle, wenn man so will.
Bis dahin.

Der Pfannkuchen fliegt, leider nicht mehr in die Pfanne zurück,
sondern mit der heißen Butter auf den Kopf der Blow-Jobberin,
sie beißt zu vor Schreck, ruckt hoch,
er, geschmerzt, schwingt die Pfanne im Reflex, haut sie ihr auf den Kopf.
Die Küche ist wirklich ein gefährlicher Platz.
Beide landen in der Krankenhaus-Notaufnahme, die Bilanz ist unerfreulich:
Sie hat eine Gehirnerschütterung und Brandwunden am Kopf,
er eine mitteltiefe Bisswunde an der denkhaft schmerzhaftesten Stelle.
Bleibende Schäden sind ausgeblieben, bleibt die Lehre:
Laßt doch die Mädels die Pfannkuchen backen :-)))))